Teilzahlung bei Kreditkarten: So vermeidest du die Zinsfalle
Revolving Credit klingt bequem, ist aber teuer: Effektivzinsen von oft über 17 % können sich aufsummieren. Wir erklären die Teilzahlung und wie du auf zinsfreie Vollzahlung umstellst.
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Was bedeutet Teilzahlung (Revolving)?
Bei der Teilzahlung begleichst du deine monatliche Kreditkartenrechnung nicht komplett, sondern nur einen festgelegten Anteil – oft 3 % des Saldos, mindestens aber ein kleiner Festbetrag. Der nicht gezahlte Rest wird auf den Folgemonat übertragen und verzinst.
Das wirkt bequem, weil die monatliche Belastung niedrig bleibt. Genau darin liegt aber die Gefahr: Die offene Summe wächst weiter, und die Zinsen laufen permanent mit.
Warum die Zinsen so hoch sind
Der effektive Jahreszins bei der Teilzahlung liegt in Deutschland im Durchschnitt bei rund 17 % und reicht je nach Anbieter von etwa 13 bis 25 %. Das ist deutlich teurer als ein klassischer Ratenkredit.
Da die Zinsen monatlich auf den offenen Restbetrag berechnet werden, kann sich eine zunächst kleine Schuld über das Jahr erheblich aufsummieren – ein klassischer Schuldenstrudel.
Achtung: Teilzahlung ist oft voreingestellt
Viele kostenlose Kreditkarten haben die Teilzahlung ab Werk aktiviert. Wer nicht aufpasst, zahlt automatisch Zinsen, obwohl er die Rechnung eigentlich komplett begleichen könnte. Deshalb solltest du direkt nach Kartenerhalt die Einstellung prüfen.
So stellst du auf Vollzahlung um
Mit wenigen Schritten vermeidest du die Zinsfalle vollständig:
- Im Online-Banking oder in der App die Zahlungsart auf Vollzahlung umstellen
- Alternativ telefonisch oder per Nachricht beim Anbieter beantragen
- Ein Lastschriftmandat für den vollen Rechnungsbetrag einrichten
- Das zinsfreie Zahlungsziel (oft bis zu 30–51 Tage) als Liquiditätsvorteil nutzen