Was ist die SCHUFA? Einfach erklärt

Die SCHUFA bewertet deine Kreditwürdigkeit. Wir erklären, wie sie funktioniert, welche Daten gespeichert werden und wie du deinen Score verbesserst.

6 Min. Lesezeit

Geprüft von der Redaktion · Zuletzt aktualisiert: 2026-06-28

Was die SCHUFA genau ist

Die SCHUFA (Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung) ist die größte Auskunftei Deutschlands. Sie sammelt Informationen über das Zahlungsverhalten von Verbrauchern und stellt diese Banken, Händlern und anderen Unternehmen zur Verfügung.

Beim Antrag einer Kreditkarte fragt die Bank in der Regel deinen SCHUFA-Score ab, um einzuschätzen, wie wahrscheinlich du deine Rechnungen pünktlich begleichst.

Welche Daten werden gespeichert?

Die SCHUFA speichert eine Reihe von Informationen über dich:

  • Girokonten, Kreditkarten und laufende Kredite
  • Ratenzahlungen und Leasingverträge
  • Mobilfunkverträge
  • Zahlungsausfälle oder Mahnverfahren

Der SCHUFA-Score

Der Score ist ein Prozentwert zwischen 0 und 100. Je höher der Wert, desto besser deine Kreditwürdigkeit. Ein Wert über 95 % gilt als sehr gut.

Einmal pro Jahr kannst du eine kostenlose Datenkopie nach Art. 15 DSGVO anfordern und deine gespeicherten Daten überprüfen.

So verbesserst du deinen Score

Mit ein paar einfachen Schritten kannst du deine Bonität positiv beeinflussen:

  • Rechnungen und Raten immer pünktlich zahlen
  • Nicht genutzte Konten und Karten kündigen
  • Nicht zu viele Kreditanfragen in kurzer Zeit stellen
  • Fehlerhafte Einträge korrigieren lassen

Wie du deine SCHUFA-Daten selbst prüfst

Als betroffene Person hast du nach Art. 15 DSGVO das Recht auf eine kostenlose Datenkopie – einmal pro Jahr kannst du bei der SCHUFA eine sogenannte Datenkopie anfordern, die sämtliche über dich gespeicherten Informationen enthält. Diese Möglichkeit ist von der kostenpflichtigen BonitätsAuskunft zu unterscheiden: Die Datenkopie nach DSGVO ist für dich als Privatperson kostenlos.

Entdeckst du dabei fehlerhafte oder veraltete Einträge, hast du das Recht, deren Korrektur oder Löschung zu verlangen. Reiche dazu einen schriftlichen Einspruch bei der SCHUFA ein und füge Belege bei, die den Fehler belegen – zum Beispiel einen Zahlungsbeleg oder eine Löschbestätigung des Gläubigers. Die SCHUFA ist verpflichtet, den Eintrag zu prüfen und bei bestätigtem Fehler zu berichtigen.

Was den SCHUFA-Score beeinflusst

Der SCHUFA-Score wird aus verschiedenen Merkmalen errechnet. Entscheidend sind vor allem dein bisheriges Zahlungsverhalten, die Anzahl der laufenden Kredite und Kreditkarten sowie die Dauer bestehender Kontobeziehungen. Langjährige, störungsfreie Konten wirken sich positiv aus, während häufige Neuanträge oder Zahlungsverzüge den Score belasten.

Auch die Art der genutzten Produkte fließt ein: Eine ausgewogene Mischung aus Girokonto, Kreditkarte und ggf. einem planmäßig bedienten Ratenkredit gilt in der Regel als günstiger als viele gleichzeitig laufende Kreditverträge. Das genaue Berechnungsverfahren ist nicht öffentlich bekannt, aber die genannten Faktoren geben dir eine verlässliche Orientierung.

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