Virtuelle Kreditkarte & Mobile Payment: Apple Pay und Google Pay

Bezahlen mit dem Smartphone, sicher online shoppen mit virtuellen Karten: wie Apple Pay und Google Pay funktionieren, was eine virtuelle Karte kann und wo du doch die Plastikkarte brauchst – mit Live-Übersicht kostenloser Karten aus unserem Vergleich.

7 Min. Lesezeit

Geprüft von der Redaktion · Zuletzt aktualisiert: 2026-10-10

Was ist eine virtuelle Kreditkarte?

Eine virtuelle Kreditkarte ist eine Kartennummer mit Ablaufdatum und Prüfnummer, aber ohne Plastikkarte. Sie wird in der App des Anbieters erstellt und lässt sich sofort für Online-Käufe oder zum mobilen Bezahlen mit dem Smartphone nutzen.

Es gibt sie in drei Formen: als digitale Ausgabe einer Plastikkarte, die vorab in der App erscheint, während die Karte noch per Post kommt; als reine virtuelle Karte, zu der es gar keine Plastikkarte gibt; und als Einmal- oder Zusatzkarte, die manche Anbieter für einzelne Online-Käufe oder Abos erzeugen und jederzeit wieder löschen lassen.

Virtuelle Karte, Smartphone oder Plastikkarte?

Was du womit bezahlen kannst, hängt vom Einsatzzweck ab:

EinsatzVirtuelle KartennummerSmartphone-WalletPlastikkarte
Online einkaufenJaJa, wenn der Shop Apple Pay oder Google Pay anbietetJa
Im Geschäft bezahlenNur über die WalletJa, kontaktlosJa
Bargeld am AutomatenNeinNur an Automaten mit Kontaktlos-Funktion, wenn die Bank es unterstütztJa
Kaution für Mietwagen oder HotelMeist neinMeist neinJa, bei echten Kredit- und Charge-Karten
Bei leerem Akku–Nein, das Smartphone muss eingeschaltet seinJa
Typische Möglichkeiten; was im Einzelfall geht, legen Kartenanbieter, Händler und Automatenbetreiber fest.

So funktionieren Apple Pay und Google Pay

Beim mobilen Bezahlen wird deine echte Kartennummer nicht übertragen. Stattdessen hinterlegt die Wallet eine eigene Geräte-Kartennummer (Token) und erzeugt für jede Zahlung einen einmaligen Code. Der Händler sieht deine echten Kartendaten nie.

Bezahlt wird durch Annähern des Smartphones oder der Smartwatch an das Kartenterminal. Freigegeben wird die Zahlung am Gerät per Gesichtserkennung, Fingerabdruck oder Gerätecode. Weil diese Freigabe schon am Smartphone passiert, fragt das Terminal meist auch bei höheren Beträgen keine PIN ab.

Karte in 4 Schritten einrichten

Die Einrichtung dauert nur wenige Minuten:

  • Wallet-App öffnen (Apple Wallet oder Google Wallet) oder die Funktion direkt in der App deiner Bank starten
  • Karte hinzufügen und Kartendaten scannen oder eingeben
  • Identität per SMS-Code oder in der Banking-App bestätigen
  • Fertig – ab sofort kontaktlos mit dem Smartphone bezahlen

Kostenlose Karten für Smartphone und Online-Zahlung

Fast alle Karten in unserem Vergleich lassen sich in Apple Pay oder Google Pay hinterlegen. Ob die Karte die Wallet deines Smartphones unterstützt, prüfst du am besten vor dem Antrag beim Anbieter. Die folgende Tabelle zeigt die bestbewerteten Karten ohne Jahres- und Monatsgebühr – darunter Debitkarten, die ohne eigenen Kreditrahmen auskommen, und echte Kreditkarten.

KarteKartentypFremdwährungSCHUFA-Prüfung
Trade Republic KarteDebitkarte0 %nein
Consors Credit Card Gold LightCharge-Karte (Vollzahlung)0 %ja
C24 Smart DebitkarteDebitkarte0 %ja
DKB Visa DebitkarteDebitkarte0 %ja
Hanseatic Bank GenialCardKreditkarte mit Teilzahlungsoption0 %ja
Easybank KreditkarteKreditkarte mit Teilzahlungsoption0 %ja
Deutschland-Kreditkarte ClassicKreditkarte mit Teilzahlungsoption0 %ja
Bank Norwegian VisaKreditkarte mit Teilzahlungsoption0 %ja
Die bestbewerteten Karten ohne Jahres- und Monatsgebühr. Werte aus unserem Kartenvergleich. Bargeldkonditionen, Freikontingente und Bedingungen stehen auf der jeweiligen Kartenseite.

Wie sicher ist mobiles Bezahlen?

Mobiles Bezahlen gilt als mindestens so sicher wie die Plastikkarte: Durch die Tokenisierung werden keine echten Kartendaten übertragen, jede Zahlung musst du am Gerät per Biometrie oder Gerätecode freigeben, und bei Verlust des Smartphones lässt sich die hinterlegte Karte gezielt sperren, ohne dass die Plastikkarte betroffen ist.

Die größte Schwachstelle ist ein leicht zu erratender Gerätecode. Nutze einen sicheren Code, aktiviere die Ortungsfunktion deines Geräts und füge eine Karte nur dann zur Wallet hinzu, wenn du das selbst gerade ausgelöst hast. Betrüger versuchen gezielt, sich Bestätigungscodes zum Hinterlegen einer Karte auf ihrem eigenen Gerät erschleichen zu lassen.

Häufige Fragen zu virtueller Karte und Mobile Payment

Brauche ich zusätzlich eine Plastikkarte?

Für den Alltag oft nicht. Für Kautionen bei Mietwagen und Hotels, für Geldautomaten ohne Kontaktlos-Funktion und als Reserve bei leerem Akku ist eine Plastikkarte aber weiterhin sinnvoll.

Gilt beim Bezahlen mit dem Smartphone auch das Kontaktlos-Limit?

Meist nicht in derselben Form. Weil du jede Zahlung schon am Gerät freigibst, verlangt das Terminal in der Regel auch bei höheren Beträgen keine PIN. Ob ein sehr hoher Betrag am Terminal durchgeht, hängt aber auch vom Händler ab.

Was mache ich, wenn mein Smartphone verloren geht?

Sperre oder lösche das Gerät über die Ortungsfunktion und entferne die Karte in der Banking-App oder lass sie bei deiner Bank sperren. Die hinterlegte Wallet-Karte lässt sich meist einzeln sperren, deine Plastikkarte bleibt dann weiter nutzbar.

Wie gebe ich etwas zurück, das ich mit dem Smartphone bezahlt habe?

Erstattungen laufen auf die Karte, mit der du bezahlt hast. Im Geschäft kann es nötig sein, das Smartphone erneut an das Terminal zu halten, weil die Kasse die Geräte-Kartennummer kennt, nicht die Nummer deiner Plastikkarte.

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