Mietwagen-Kaution mit Kreditkarte: Das musst du wissen
Warum Autovermietungen eine Kreditkarte für die Kaution verlangen, wie die Vorautorisierung funktioniert und worauf du bei Debit- und Kreditkarten achten solltest.
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Warum die Autovermietung eine Kreditkarte verlangt
Bei der Anmietung eines Fahrzeugs verlangen die meisten Autovermietungen eine Kaution als Sicherheit – für den Fall von Schäden, fehlendem Kraftstoff oder Vertragsstrafen. Statt den Betrag tatsächlich abzubuchen, reservieren sie ihn auf deiner Kreditkarte. Dafür brauchen sie eine Karte, die eine solche Reservierung zuverlässig zulässt.
Genau deshalb bestehen viele Vermieter auf einer echten Kreditkarte: Sie erlaubt es, einen Betrag verbindlich zu blockieren, ohne dass Guthaben vorhanden sein muss – anders als bei den meisten Debit- oder Prepaid-Karten.
Wie die Vorautorisierung funktioniert
Bei der Übernahme des Fahrzeugs blockiert die Vermietung einen festgelegten Kautionsbetrag auf deiner Karte. Dieser Betrag wird nicht abgebucht, sondern nur reserviert – er reduziert aber deinen verfügbaren Verfügungsrahmen für die Dauer der Blockierung.
Nach der Rückgabe des Fahrzeugs wird die Reservierung freigegeben, sofern keine Schäden oder Zusatzkosten anfallen. Die Freigabe kann je nach Vermieter und Bank einige Tage bis mehrere Wochen dauern – plane das ein, wenn du deinen Verfügungsrahmen in dieser Zeit anderweitig brauchst.
Debitkarte oder Kreditkarte?
Die Art der Karte entscheidet oft darüber, ob die Anmietung überhaupt klappt:
- Echte Kreditkarte: von nahezu allen Vermietern akzeptiert und der Standard für die Kaution.
- Debitkarte: wird nur von manchen Vermietern und oft mit Einschränkungen akzeptiert, etwa mit zusätzlichen Nachweisen oder einer höheren Kaution.
- Prepaid-Karte: für die Kaution in der Regel nicht akzeptiert, da keine verbindliche Vorautorisierung möglich ist.
Worauf du achten solltest
Vor der Anmietung lohnt sich ein Blick auf diese Punkte:
- Ausreichender Verfügungsrahmen: Die Kaution kann mehrere hundert bis über tausend Euro betragen und muss frei verfügbar sein.
- Die Karte muss in der Regel auf den Namen des Hauptfahrers laufen.
- Bei Anmietung im Ausland können Fremdwährungsgebühren anfallen – sowohl bei der Kaution als auch bei der Endabrechnung.
- Achte auf den Wechselkurs bei Blockierung und Freigabe: Bei Kursschwankungen kann eine kleine Differenz entstehen.
Tipps für eine reibungslose Anmietung
Prüfe vor der Reise deinen verfügbaren Verfügungsrahmen und ob er die erwartete Kaution abdeckt – bei einer echten Kreditkarte kannst du den Rahmen notfalls durch ein vorab eingezahltes Guthaben entlasten. Zahle im Ausland möglichst in der Landeswährung, um ungünstige Umrechnungen (Dynamic Currency Conversion) zu vermeiden.
Bewahre den Beleg über die Vorautorisierung auf, bis die Kaution vollständig freigegeben wurde. So kannst du im Zweifel nachweisen, welcher Betrag wann reserviert wurde.
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